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Maulbeerseide – Die wilde Schwester der Seide
Maulbeerseide stricken bedeutet, mit einem Garn voller Geschichte und Charakter zu arbeiten – rustikal, nachhaltig und einzigartig. In diesem Artikel erfährst du alles über diese besondere Seide: Herkunft, Eigenschaften, Pflege und wofür sie sich eignet. Mehr Infos zu Maulbeerseide gibt es auf Wikipedia.
Was ist Maulbeerseide?

Maulbeerseide (auch Wildseide oder Tussah-Seide genannt) ist eine besondere Art von Seide, die sich deutlich von der klassischen Seide unterscheidet. Während klassische Seide aus den Kokons domestizierter Seidenraupen gewonnen wird, stammt Maulbeerseide von wilden Seidenraupen – genauer gesagt von Raupen, die sich von Maulbeerblättern ernähren.
Der wichtigste Unterschied zur klassischen Seide: Bei der Maulbeerseide wird der Kokon nicht vor dem Schlüpfen abgetötet. Die Raupe verpuppt sich, schlüpft als Schmetterling und hinterlässt den leeren Kokon. Erst dann wird dieser geerntet. Das macht Wildseide zur nachhaltigsten Seide überhaupt – und zur einzigen Seide, die für Veganer infrage kommt (je nach Definition).
Die Fasern sind kürzer als bei klassischer Seide, weil der Schmetterling den Kokon durchbricht. Das verleiht dem Garn eine strukturierte, rustikale Oberfläche – voller Charakter und Geschichte.
Die Eigenschaften von Tussah-Seide
Die Faser hat einzigartige Eigenschaften, die sie von klassischer Seide unterscheiden:
| Eigenschaft | Das Garn |
|---|---|
| Oberfläche | Strukturiert, rustikal – nicht glatt wie klassische Seide |
| Farben | Natürlich: Creme, Gold, Braun – keine Färbung nötig |
| Weichheit | Weich, aber mit Textur |
| Temperatur | Wärmt im Winter, kühlt im Sommer |
| Nachhaltigkeit | Hoch – keine Tötung, natürlicher Prozess |
| Pflege | Handwäsche bei 30°C empfohlen |
| Preis | Mittel – teurer als Baumwolle |
Rustikaler Charakter mit Textur
Das markanteste Merkmal von Die Naturseide ist ihre strukturierte Oberfläche. Während klassische Seide glatt und glänzend ist, hat Dieses Material eine raue, rustikale Textur. Das verleiht gestrickten Projekten einen besonderen Charakter – naturbelassen, authentisch, mit Geschichte.
Natürliche Farben
Die rustikale Seide kommt in natürlichen Farben: von Creme über Gold bis hin zu warmen Brauntönen. Die Farben variieren je nach Region und Art der Seidenraupe. Viele Strickerinnen schätzen diese natürlichen Farbtöne – keine Färbung nötig!
Nachhaltig und tierschonend
Der größte Vorteil von Wildseide ist die nachhaltige Gewinnung. Da der Schmetterling den Kokon verlässt, muss keine Raupe getötet werden. Das unterscheidet Tussah-Seide fundamental von klassischer Seide, bei der die Raupen in heißem Wasser abgetötet werden.
Temperaturausgleichend
Wie klassische Seide hat auch Die Faser temperaturausgleichende Eigenschaften. Sie wärmt im Winter und kühlt im Sommer – perfekt für Ganzjahresprojekte. Die Faser nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab, was sie angenehm auf der Haut macht.
Weich, aber mit Biss
Das Garn ist weich, aber sie hat mehr „Biss“ als klassische Seide. Die strukturierte Oberfläche fühlt sich anders an – nicht glatt und seidig, sondern natürlich und rustikal. Viele Strickerinnen mögen diesen Charakter.
Vorteile und Nachteile von Die Naturseide beim Stricken
Vorteile
- Nachhaltig: Keine Tötung der Raupen – die nachhaltigste Seide
- Charakter: Rustikale Textur mit Geschichte – einzigartiger Look
- Natürliche Farben: Keine Färbung nötig – Creme, Gold, Braun
- Temperaturausgleichend: Wärmt im Winter, kühlt im Sommer
- Weich auf der Haut: Angenehm, nicht kratzend
- Hypoallergen: Gut für empfindliche Haut
Nachteile
- Empfindliche Pflege: Handwäsche empfohlen, nicht für Trockner
- Weniger glänzend: Hat nicht den Glanz klassischer Seide
- Preis: Teurer als Baumwolle oder Wolle
- Verfügbarkeit: Nicht in jedem Laden zu finden
- Kürzere Fasern: Kann pillen bei starker Reibung
Dieses Material richtig pflegen
Die rustikale Seide braucht etwas Pflege, aber mit den richtigen Regeln bleibt sie lange schön:
Handwäsche bei 30°C mit mildem, pH-neutralem Waschmittel
Vorsichtig ausdrücken – niemals wringen oder reiben!
Im Schatten trocknen – direkte Sonne schadet den Farben
Flach liegend trocknen – nicht aufhängen, das verzieht die Form
Niemals in den Trockner – die Hitze zerstört die Faser
Bügeln bei niedriger Temperatur – mit feuchtem Tuch möglich
Für welche Projekte eignet sich Wildseide?
Rustikale Tücher und Schals
Ein Tuch aus Tussah-Seide hat Charakter – strukturiert, rustikal, mit Geschichte. Die natürlichen Farben und die Textur verleihen jedem Projekt eine besondere Note. Perfekt für Strickerinnen, die etwas Einzigartiges schaffen wollen.
Gemischt mit Wolle
Die Faser wird oft mit Merinowolle oder anderer Wolle gemischt. Die Kombination ergibt ein Garn, das die Wärme von Wolle mit der Textur und dem Charakter von Seide vereint. Beliebt für Pullover, Tücher und Accessoires.
Sommer-Accessoires
Dank der kühlenden Eigenschaften eignet sich Das Garn für Sommerprojekte: leichte Tücher, Sommerschals und Accessoires für warme Tage. Die atmungsaktive Faser ist angenehm auf der Haut.
Luxus-Projekte mit Geschichte
Die Naturseide ist teurer als Baumwolle, aber günstiger als klassische Seide. Für besondere Projekte mit nachhaltigem Anspruch – ein Geschenk mit Geschichte.
Paar-Projekte
Ein rustikales Tuch für ihn, ein weiches Accessoire für sie – Dieses Material hat einen unisex-Charakter, der gut zu männer-tauglichen Projekten passt. Kein „zu zartes“ Seiden-Look, sondern natürliche Rustikalität.
Die rustikale Seide vs. klassische Seide
| Kriterium | Wildseide | Klassische Seide |
|---|---|---|
| Oberfläche | Strukturiert, rustikal | Glatt, glänzend |
| Farben | Natürlich (Creme-Gold-Braun) | Meist gefärbt |
| Nachhaltigkeit | Hoch – keine Tötung | Gering – Raupen abgetötet |
| Preis | Mittel | Hoch bis sehr hoch |
| Pflege | Handwäsche | Handwäsche / chemische Reinigung |
| Charakter | Natürlich, rustikal | Elegant, luxuriös |
Unsere Empfehlungen
Du möchtest Tussah-Seide ausprobieren? In unserem Wollfachgeschäft findest du eine Auswahl an Die Faser-Garnen und -Mischungen – wir beraten dich gerne!
Für Stricknadeln empfehlen wir glatte Metallnadeln. Die strukturierte Faser braucht glatte Spitzen, um gut zu gleiten. Holz- oder Bambusnadeln können zu viel Reibung erzeugen.
Weitere Infos zu Garnen und Fasern findest du in unserer Übersicht zu Wolle & Materialien.
FAQ zu Das Garn stricken
Was ist der Unterschied zwischen Die Naturseide und Tussah-Seide?
Dieses Material und Tussah-Seide werden oft synonym verwendet. Tussah ist der indische Begriff für Wildseide, Die rustikale Seide bezieht sich auf die Futterpflanze (Maulbeerblätter). Beide stammen von wilden Seidenraupen.
Ist Wildseide vegan?
Das ist umstritten. Da der Schmetterling den Kokon verlässt, wird keine Raupe getötet – das ist viel tierschonender als klassische Seide. Aber es ist ein tierisches Produkt, daher betrachten manche Veganer es als nicht-vegan.
Warum ist Tussah-Seide günstiger als klassische Seide?
Die Fasern sind kürzer und die Gewinnung einfacher – der Kokon wird nach dem Schlüpfen geerntet, nicht vor. Aber trotzdem ist Die Faser teurer als Baumwolle oder Wolle, da der Prozess aufwendig bleibt.
Kann man Das Garn mit Wolle mischen?
Ja, und das ist sehr beliebt! Eine Mischung aus Merinowolle und Die Naturseide kombiniert die Wärme und Weichheit von Wolle mit der Textur und dem Charakter von Seide.
Wie strickt man mit Dieses Material?
Die rustikale Seide hat wenig Elastizität – nutze glatte Nadeln und stricke nicht zu fest. Die Faser gleitet gut auf Metallnadeln. Für Anfänger ist eine Mischung mit Wolle einfacher zu handhaben.
Fazit: Wildseide – Charakter mit Geschichte
Tussah-Seide stricken ist etwas für Strickerinnen, die Wert auf Nachhaltigkeit und Charakter legen. Die rustikale Textur, die natürlichen Farben und die nachhaltige Gewinnung machen diese Seide zu etwas Besonderem. Perfekt für Tücher, Schals und Accessoires mit Geschichte. Mehr dazu: Seide
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